Obwohl es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zur PIPAC-Therapie gibt, mangelt es nach wie vor an aussagekräftigen, beweisenden Studien zum tatsächlichen Behandlungsvorteil durch PIPAC. Eine Hauptursache für diese wissenschaftliche Lücke besteht in der nahezu unmöglichen Vergleichbarkeit bei Bauchfellkrebs – bedingt unter anderem durch den zugrundeliegenden Ursprungskrebs, das individuelle Befallsmuster, Vorbehandlungen und weitere Faktoren.
Solange ist der wissenschaftliche Stellenwert der PIPAC-Therapie auf Beobachtungs- und Vergleichsuntersuchungen angewiesen. Nachdem bereits extrem günstige und unerwartet positive Behandlungsverläufe durch die PIPAC-Therapie beobachtet wurden, kommt eine aktuelle amerikanische Vergleichsstudie nun zu weiteren überwältigenden Ergebnissen.
Die Studie im Überblick
In dieser aktuellen amerikanischen Vergleichsstudie wurde untersucht, welchen Einfluss die PIPAC-Therapie auf drei zentrale Parameter hat: die Überlebenszeit, die Lebensqualität und die Anzahl guter Lebenstage – im direkten Vergleich zu einer reinen Standard-Systemchemotherapie.
Studiendesign
Eingeschlossen wurden insgesamt 32 Patienten mit Bauchfellkrebs infolge eines Darmkrebses, die zuvor bereits mindestens zwei Regime einer Standard-Systemchemotherapie erhalten hatten. Die Patienten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt:
- 20 Patienten erhielten anschließend weitere Systemchemotherapie
- 12 Patienten erhielten lediglich PIPAC-Therapie (1–3 Behandlungen)
Gemessen wurden die erforderlichen stationären Behandlungstage, die Lebensqualität anhand spezifischer Fragebögen sowie die Überlebenszeit.
Die Ergebnisse – eindeutig zugunsten der PIPAC
Die PIPAC-Patienten in dieser Studie zeigten nach 6 und 12 Monaten statistisch signifikant weniger stationäre Behandlungen und damit deutlich mehr positive Lebenstage. Darüber hinaus zeigte sich sogar ein tendenzieller Überlebensvorteil gegenüber der Vergleichsgruppe mit reiner Systemchemotherapie.
Besonders bemerkenswert: Das Lebensqualitätsniveau der PIPAC-Patienten wurde lediglich zwei Wochen nach dem Eingriff vorübergehend und nur geringfügig eingeschränkt – ein Ergebnis, das die hervorragende Verträglichkeit der PIPAC-Therapie einmal mehr bestätigt.
Was bedeutet das für Patienten?
Trotz aller Einschränkungen der Studienqualität und unabhängig davon, ob sich später einmal ein tatsächlicher Überlebensvorteil durch PIPAC endgültig beweisen lässt oder nicht, steht eines jetzt schon fest:
PIPAC verbessert die Lebensqualität im Zeitrennen der Bauchfellkrebserkrankung.
Weniger Krankenhaustage, mehr gute Tage, bessere Verträglichkeit – und die Chance auf mehr Lebenszeit.
Diese Ergebnisse bestätigen unsere langjährige klinische Erfahrung am Deutschen PIPAC-Zentrum. Gerade für Patienten, die bereits mehrere Chemotherapie-Linien hinter sich haben, bietet die PIPAC-Therapie eine schonende und wirksame Behandlungsoption mit einem klaren Fokus auf Lebensqualität.
Wir stehen Ihnen für eine persönliche Beratung jederzeit zur Verfügung.
Persönliche Beratung
Prof. Dr. med. Jürgen Zieren und sein Team beraten Sie individuell zur PIPAC-Therapie.